Sofortabschreibung für Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bis 410,- Euro ab 2010 wieder eingeführt

Am 4. Dezember 2009 hat der Bundestag den Gesetzesentwurf des “Wachstumsbeschleunigungsgesetzes” verabschiedet. Wenn das Gesetz planmäßig den Bundesrat passiert, wird die alte Regelung für die Sofortabschreibung von so genannten “Geringwertigen Wirtschaftsgütern” (GWG) ab 2010 wieder möglich sein. Die bisher geltende Regelung, GWG bis 1.000,- Euro über 5 Jahre in einem Sammelposten abzuschreiben, bleibt als Wahlmöglichkeit erhalten.

Damit wird die steuerliche Behandlung von GWG bis 410,- Euro Anschaffungskosten wie sie bis 2007 möglich war ab 2010 wieder eingeführt. Die selbständig nutzbaren Gegenstände werden in einem Verzeichnis geführt und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Regelung für Gegenstände bis 150,- Euro, die erst gar nicht als Anlagen erfasst sondern direkt als Aufwand verbucht werden, bleibt bestehen.

Die in den Jahren 2008 und 2009 angeschafften GWG (bis 1.000,- Euro) wurden zwingend in einem so genannten Sammelposten des Anschaffungsjahres erfasst und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen oder Abgänge werden steuerlich nicht erfasst. Daher war diese Regelung immer umstritten. Allerdings kann dies zu einer Vereinfachung der Buchhaltung führen, da die Gegenstände nicht in einem separaten Verzeichnis zu führen sind. Außerdem sind für diese Gegenstände keine einzelnen Abschreibungspläne zu erstellen, da nur der gesamte Sammelposten des Jahres abgeschrieben wird.

Unternehmen können also künftig selbst entscheiden, ob Sie ab 2010 zur alten 410-Euro-Regelung zurückkehren oder die 1000-Euro-Sammelposten-Regelung beibehalten.

Den Gesetzestext finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Finanzen

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